Information Kanton SG zum Japankäfer: Ausbreitung bestätigt, Bekämpfung nötig

Im Raum Buchs und im angrenzenden Fürstentum Liechtenstein hat sich der Japankäfer ausgebreitet. Weil dieser gebietsfremde Käfer Bäume kahl frisst und Wiesen zerstört, muss ein Fund dem Bund gemeldet werden. Dieser hat den Kanton St.Gallen nun damit beauftragt, die Ausbreitung des Käfers zu bekämpfen. Der Kanton verfügt deshalb lokale Einschränkungen.

Im Raum Buchs haben Fachleute des Kantons inzwischen 13 Exemplare des Japankäfers gefunden. Er legt seine Eier in feuchte Grünflächen. Der Japankäfer kann grossen Schaden in der Landwirtschaft verursachen. Der Bund hat deshalb den Kanton St.Gallen damit beauftragt, die Ausbreitung des Japankäfers zu bekämpfen. Der Kanton macht dies in Zusammenarbeit mit dem Fürstentum Liechtenstein.

Innerhalb eines Kilometers eines Fundortes (Befallsherd) gelten ab sofort drei einfache Regeln:

1.    Grünflächen nicht bewässern

Bewässern Sie Grünflächen wie Rasen, Wiesen und Weiden bis Ende September nicht. Blumen- und Gemüsebeete sowie Topfpflanzen dürfen Sie weiterhin bewässern.

2.    Schnittgut richtig entsorgen

Bringen Sie Ihr Schnittgut Ende September ausschliesslich zur Verwertungsanlage VfA Buchs. (Wenn Sie Ihr Schnittgut durch die Grüngutabfuhr der Stadt Buchs oder der Gemeinde Grabs abführen lassen, müssen Sie nichts unternehmen. Dieses Grüngut wird schon heute zur VfA Buchs gebracht. Sie müssen es nicht selber zur VfA bringen.)

3.    Pflanzen nicht transportieren

Bringen Sie keine Pflanzen mit Wurzelballen oder in Töpfen aus dem Befallsherd hinaus.

Der Befallsherd betrifft einen Grossteil der Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinden Buchs und Grabs.

Darüber hinaus existiert eine Pufferzone (zwischen einem und sechs Kilometern eines Fundortes entfernt). In der Pufferzone darf Schnittgut bis Ende September ausschliesslich zur Verwertungsanlage VfA Buchs gebracht werden. Die Pufferzone betrifft Teile der Gemeinden Grabs, Sevelen, Gams, Sennwald und Wartau.

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Befinden Sie sich im betroffenen Gebiet?

Die interaktive Karte zeigt Ihnen, ob ihr Wohnort innerhalb der Befallszone oder innerhalb der Pufferzone liegt.

Wenn Ihr Wohnort innerhalb oder zum Teil im roten Feld liegt, liegen Sie im Befallsherd
Wenn Ihr Wohnort innerhalb oder zum Teil im gelben Feld liegt, liegen Sie in der Pufferzone.
Die blauen Markierungen zeigen Fundorte des Käfers.

Hier gelangen Sie zur interaktiven Karte
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Für die Landwirtschaft, Gartenbaubetriebe und Bauwirtschaft gelten im betroffenen Gebiet besondere Einschränkungen:

Landwirtschaft: Innerhalb des Befallherds ist es bis Ende September verboten, Weiden und Wiesen zu bewässern.

Gartenbau: Im Befallsherd produzierter Rollrasen darf den Befallsherd nicht verlassen. Pflanzen mit Wurzelballen oder in Töpfen sowie Ziergräser dürfen nicht aus dem Befallsherd transportiert werden, ohne sicherzustellen, dass keine Engerlinge vorhanden sind.

Bauwirtschaft: Es ist das ganze Jahr über verboten, die oberste Bodenschicht bis zu einer Tiefe von 30 cm aus dem Befallsherd hinauszutransportieren.

Alle Massnahmen wurden vom Bund verfügt und haben zum Ziel, langfristigen Schaden in der Landwirtschaft sowie öffentlichen und privaten Gärten zu verhindern. Der Kanton dankt den betroffenen Personen für das Verständnis und die Einhaltung der Regeln.

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Landwirtschaftliches Zentrum St.Gallen, Tel. 058 228 24 00

Die interaktive Übersichtskarte, die kantonale Verfügung und weitere Informationen zum Japankäfer findet man online auf www.sg.ch/japankaefer.